Benediktinisches Leben
Die etwa 50 zum Kloster Maria Laach gehörenden Benediktinermönche leben nach der Klosterregel, die der hl. Benedikt verfasst hat. Die Gemeinschaft des Klosters wird von einem Abt (Vater) geleitet.
Für die Mönche soll er wie ein Vater sein. Nach der Sicht der Benediktregel vertritt der Abt die Stelle Christi im Kloster.
So ist sein Dienst an den Brüdern bestimmt vom Dienst Jesu an den Seinen. Er trägt die letzte Verantwortung für alle Belange des Klosters, worin er durch den Rat aller Brüder unterstützt und getragen wird. Für das Wohl des Ganzen aber und für den Frieden der Gemeinschaft, der nach außen strahlen soll, ist jeder Einzelne auf seine Weise mitverantwortlich.
Benedikt möchte, dass dem Gottesdienst nichts vorgezogen werde.
Das tägliche Lob- und Bittgebet ist die Quelle, aus der die Gemeinschaft lebt und wirkt. Dieses gemeinsame Gotteslob bedarf der Vertiefung durch Schriftlesung, Meditation und Gebet des Einzelnen.
Die Arbeit, die als Notwendigkeit betrachtet wird, trägt zur Echtheit eines Lebens der beständigen Gottsuche bei und sichert den Unterhalt des Klosters, außerdem ermöglicht sie tätige Nächstenliebe.
Die Glaubenshingabe jedes einzelnen Mönchs findet ihren sichtbaren Ausdruck in dem Versprechen, bei dem er öffentlich Beständigkeit, das ist Treue im Vertrauen auf die Kraft Gottes, klösterliche Lebensführung, die Ehelosigkeit und Gütergemeinschaft mit einschließt, und Gehorsam, der im Hören auf die Weisung des Abtes und durch die Einordnung in die brüderliche Gemeinschaft für die Führung durch den Geist Gottes bereiten will, gelobt.
Dies ist der Weg des Mönchtums, um das wahre und ewige Leben und den Frieden in dieser Welt zu finden.

