Heute in Te Deum


Mittwoch · 13. Mai 2026

Wenn aber jener kommt,
der Geist der Wahrheit,
wird er euch in aller Wahrheit leiten.
Johannes 16,13a

Gedenktag Unserer Lieben Frau in Fatima Drei erst 7- bis 10-jährige Hirtenkinder, Lucia de Jesus, Francisco Marto und Jacinta Marto, hatten jeweils am 13. der Monate Mai bis Oktober 1917 in ihrem Heimatort Fatima in Mittelportugal Marienerscheinungen. Die Mädchen vernahmen Botschaften der Gottesmutter zur Buße, zum Rosenkranzgebet und zur Weihe der Welt an ihr Unbeflecktes Herz.
L: Jes 61,9–11; Lk 11,27–28

Hans Ernst von Kottwitz (1757–1843), einflussreiche Persönlichkeit der Erweckungsbewegung in Preußen, machte sich durch sein soziales Engagement einen Namen. Er setzte den größten Teil seines Vermögens für die in Armut lebenden Weber auf seinen Ländereien in Schlesien ein. Im Jahr 1808 errichtete er in Berlin eine »freiwillige Beschäftigungsanstalt« mit Unterkunft und Arbeitsmöglichkeiten für bis zu 600 Arbeitslose.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)


  • Hymnus

    Dich Gott Vater,
    ohne Ursprung und End’,

    Dich Sohn,
    der liebend den Vater erkennt,

    Dich Heiligen Geist,
    der aus beiden entbrennt,

    Dich Eine hohe Dreifaltigkeit
    preisen die Engel voll Seligkeit,
    feiert auf Erden die Christenheit
    jetzt und allezeit.
    Amen.

    Dich Gott Vater,
    allgewaltig an Macht,

    Dich Sohn,
    der ewiges Heil uns gebracht,

    Dich Heiligen Geist,
    der die Herzen entfacht,

    Dich Eine hohe Dreifaltigkeit
    preisen die Engel voll Seligkeit,
    feiert auf Erden die Christenheit
    jetzt und allezeit.
    Amen.
    Zeitgenössisch, Stundenbuch

  • CANTICUM

    Weisheit 8,2–8

    Die Weisheit habe ich geliebt und gesucht von Jugend auf, /
    ich suchte sie als Braut heimzuführen *
    und fand Gefallen an ihrer Schönheit.
    Im Umgang mit Gott beweist sie ihren Adel, *
    der Herr über das All gewann sie lieb.
    Eingeweiht in das Wissen Gottes, *
    bestimmte sie seine Werke.
    Ist Reichtum begehrenswerter Besitz im Leben, *
    was ist dann reicher als die Weisheit, die in allem wirkt?
    Wenn Klugheit wirksam ist, *
    wer in aller Welt ist ein größerer Meister als sie?
    Wenn jemand Gerechtigkeit liebt, *
    in ihren Mühen findet er die Tugenden.
    Denn sie lehrt Maß und Klugheit, /
    Gerechtigkeit und Tapferkeit, *
    die Tugenden, die im Leben der Menschen nützlicher sind
    als alles andere.
    Wenn jemand nach reicher Erfahrung strebt: *
    Sie kennt das Vergangene und errät das Kommende,
    sie versteht, die Worte schön zu formen *
    und Rätselhaftes zu deuten;
    sie weiß im Voraus Zeichen und Wunder *
    und kennt den Ausgang von Perioden und Zeiten.
    CANTICUM-GEBET: Allmächtiger Gott, schenke uns die Weisheit, die uns dich erkennen lässt und das Verständnis zum rechten Handeln gibt. Sie mache uns fähig, dir zu dienen und dich zu ehren.

  • Lesung

    Johannes 16,12–13a

    Jesus sprach zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Der Geist der Wahrheit nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

    Benedictus öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, in der Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist bitten wir dich:
    A: Herr, sei uns gnädig.
    – Hilf uns, Gottes Wahrheit mit dem Herzen aufzunehmen.
    – Mach uns bereit, unsere Gaben mit anderen zu teilen.
    – Zeige uns unseren Platz in der Gemeinschaft der Gläubigen.

  • Vaterunser

    Gottes Geist lässt uns den barmherzigen Vater erkennen. Zu ihm beten wir mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Gelange von der Liebe zu dir selbst zur Liebe zur Wahrheit.

    Thomas Halik (* 1948; tschechischer Soziologe, Theologe und katholischer Priester)


Segen

Gott, segne uns mit der Kraft deiner Wahrheit.
Segne uns mit der Ehrlichkeit, zu uns zu stehen.
Segne uns mit dem Geist, der uns mit dir verbindet. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Dein Wort, Gott, lehre uns, dich zu erkennen.


  • Lesung

    Apostelgeschichte 17,15.22 – 18,1°

    In jenen Tagen brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen. Mit dem Auftrag an Silas und Timótheus, Paulus möglichst rasch nachzukommen, kehrten sie zurück.
    Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopágs und sagte:
    Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromm. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.
    Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. Er lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen, als ob er etwas brauche, er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir; wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seinem Geschlecht. Da wir also von Gottes Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung.
    Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, gebietet jetzt den Menschen, dass überall alle umkehren sollen. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.
    Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören. So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
    Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagít, außerdem eine Frau namens Dámaris und noch andere mit ihnen. Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korínth.

    Impuls

    Athen ist für Paulus ein heißes Pflaster. Immerhin haben hier Geistesgrößen wie Sokrates, Platon und Aristoteles gewirkt. Zwar hat die Stadt in dieser Hinsicht ihre Blütezeit schon hinter sich, aber die Athener sind immer noch sehr diskutierfreudig und haben ein ausgesprochenes Interesse an Weisheit. Das mag sich auch Paulus gedacht haben, als er sich daran macht, den dort lebenden Menschen, die Kunde von Jesus Christus nahe zu bringen. Als Aufhänger dient ihm die Aufschrift eines Altars: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Doch die Resonanz auf seine Rede ist verhalten. Hat Paulus schlicht übersehen, dass die Athener über genügend Götter verfügen und nicht unbedingt noch einen mehr brauchen? Hätte es ihm nicht klar sein müssen, dass es in der Antike rund ums Mittelmeer keine religionsfreie bzw. götterlose Zone gibt? Auch des Apostels flugs eingebrachter Hinweis auf die Auferstehung lässt die Zuhörer nicht aufmerken, sondern weckt geradezu ihren Unmut. Auferstehung kennt »man« im kosmopolitischen Athen doch schon längst vom »Isis und Osiris«-Mythos her. Wortlos verlässt Paulus daraufhin die Stadt. War er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort oder hat er seine Aufgabe nur ungeschickt angepackt? Die paulinische Aufgabe bleibt indessen auch in unseren Zeiten bestehen: Wie kann ich anderen Menschen nahebringen, was der Grund meiner Hoffnung ist?

  • Evangelium

    Johannes 16,12–15°

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.
    Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
    Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

    Impuls

    Ohne sie wären internationale Konferenzen undenkbar: die Frauen und Männer, welche die Redebeiträge der Konferenzteilnehmer simultan übersetzen. Mit Kopfhörer und Mikrophon sitzen sie über Stunden hinweg in kleinen Kabinen und geben hochkonzentriert ihr Bestes. Jahrelang haben sie sich auf diese Aufgabe vorbereitet und sie wissen um das Vertrauen, das man ihnen entgegenbringt.
    Auch für den »Geist der Wahrheit« ist Vertrauen essenziell. Denn er ist ein Übersetzer. Seine Aufgabe ist es weiterzugeben, was er im göttlichen Grund vernimmt. Das ist nicht geheim oder verborgen, sondern in Gott selbst offen zutage liegend. Das griechische Wort »alétheia«, das im Deutschen gerne mit »Wahrheit« übersetzt wird, heißt wörtlich übersetzt »das Un-Verborgene«. Der »Geist der Wahrheit« macht uns also das, was in Gott ist, zugänglich und übersetzt es so in unsere menschlichen Sprachen, dass wir es verstehen können. Ist das nicht ein ebenso wunderbares wie beseligendes Geschenk Gottes?


Gebet

Guter Gott, deine Wahrheit liegt unverborgen vor unseren Augen. Öffne die Augen unseres Herzens, auf dass wir erkennen, dass wir alle deine Kinder sind. Dank sei dir Gott. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)


  • HYMNUS

    Jesus, du Quelle unsres Heils,
    der Liebe und der Sehnsucht Ziel,
    du Gott und Schöpfer aller Welt
    und Mensch am Abend dieser Zeit.

    Wie groß muss deine Liebe sein!
    Du nimmst der Sünde Last auf dich;
    du lieferst dich dem Tode aus,
    um uns vom Tode zu befrein.

    Sei unsre Freude, unser Trost,
    sei unsres Lebens reicher Lohn
    und stille unser Sehnen, Herr,
    wenn wir dein Antlitz ewig schaun. Amen.
    Nach »Iesu nostra redemptio« (7.–8. Jh.), 1.–2.–4. Strophe, Stundenbuch

  • PSALM 145

    Verse 8–14

    Der Herr ist gnädig und barmherzig, *
    langmütig und reich an Gnade.
    Der Herr ist gütig zu allen, *
    sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.
    Danken sollen dir, Herr, all deine Werke *
    und deine Frommen dich preisen.
    Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, *
    sollen sprechen von deiner Macht,
    den Menschen deine machtvollen Taten verkünden *
    und den herrlichen Glanz deines Königtums.
    Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, *
    deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.
    Der Herr ist treu in all seinen Worten, *
    voll Huld in all seinen Taten.
    Der Herr stützt alle, die fallen, *
    und richtet alle Gebeugten auf.
    PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, du willst das Wohl und das Leben der Menschen. Stütze uns, wenn wir fallen, und hilf uns bei der Umkehr, wenn wir vom Weg abgewichen sind.

  • LESUNG

    Apostelgeschichte 17,22–23

    Paulus stellte sich in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Der Geist der Wahrheit wird euch in die ganze Wahrheit führen.

    Magnifikat öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Herr Jesus Christus, durch dich erfahren wir die Kraft Gottes. Gestärkt bitten wir dich:
    V: Christus, höre uns. A: Christus, erhöre uns.
    – Für alle, denen ein Leitungsamt in den Kirchen anvertraut ist, für den Papst, Patriarchen und Bischöfe.
    – Für alle Politiker, die sich weltweit für Meinungsfreiheit einsetzen.
    – Für Theologen, die den Dialog mit den Geistes- und Naturwissenschaften suchen.
    – Für Frauen und Männer in heilenden Berufen, die sich der leidenden Menschen annehmen.

  • Vaterunser

    Gott hat uns geschaffen. Wir ahnen seine Liebe und dürfen ihn durch Jesus Christus erkennen. So beten wir: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns mit deiner Kraft, aus der wir leben.
Segne uns mit deiner Nähe, die uns dich spüren lässt.
Segne uns mit deiner Liebe, die uns dich finden lässt. Amen.