Donnerstag · 25. Juni 2026
Wer diese meine Rede hört und tut sie,
der gleicht einem klugen Mann,
der sein Haus auf Fels baute.
Matthäus 7,24
Gedenktag der Augsburgischen Konfession Das Augsburgische Bekenntnis, die »Confessio Augustana«, ist ein grundlegendes Bekenntnis der lutherischen Reichsstände zu ihrem Glauben. Sie wurde von ihnen auf dem Augsburger Reichstag 1530 Kaiser Karl V. vorgelegt. Melanchthon, ein Mitstreiter Martin Luthers, fasste darin die Reformanliegen zusammen. Wegen seines versöhnlichen Tons und seiner Kürze hat das Augsburgische Bekenntnis die ganze reformatorische Bewegung beeinflusst. In neuester Zeit ist es die Basis für einen fruchtbaren ökumenischen Dialog zwischen Katholiken und Lutheranern.
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
-
Hymnus
Du Licht des Himmels, großer Gott,
der ausgespannt das Sternenzelt
und der es hält mit starker Hand,
du sendest Licht in unsre Welt.
Die Morgenröte zieht herauf
und überstrahlt das Sternenheer,
der graue Nebel löst sich auf,
Tau netzt die Erde segensschwer.
Das Reich der Schatten weicht zurück,
das Tageslicht nimmt seinen Lauf
und strahlend, gleich dem Morgenstern,
weckt Christus uns vom Schlafe auf.
Du, Christus, bist der helle Tag,
das Licht, dem unser Licht entspringt,
Gott, der mit seiner Allmacht Kraft
die tote Welt zum Leben bringt.
Erlöser, der ins Licht uns führt
und aller Finsternis entreißt,
dich preisen wir im Morgenlied
mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen.
Nach »Deus, qui caeli lumen es« (5.–6. Jh.), Stundenbuch -
PSALM 69
Verse 30–37
Ich bin elend und voller Schmerzen; *
doch deine Hilfe, o Gott, wird mich erhöhen.
Ich will den Namen Gottes rühmen im Lied, *
in meinem Danklied ihn preisen.
Das gefällt dem Herrn mehr als ein Opferstier, *
mehr als Rinder mit Hörnern und Klauen.
Schaut her, ihr Gebeugten, und freut euch; *
ihr, die ihr Gott sucht: Euer Herz lebe auf!
Denn der Herr hört auf die Armen, *
er verachtet die Gefangenen nicht.
Himmel und Erde sollen ihn rühmen, *
die Meere und was sich in ihnen regt.
Denn Gott wird Zion retten, *
wird Judas Städte neu erbauen.
Seine Knechte werden dort wohnen und das Land besitzen, /
ihre Nachkommen sollen es erben; *
wer seinen Namen liebt, soll darin wohnen.
PSALM-GEBET: Gütiger Gott, auch in Leid und Schmerz vertrauen wir auf dich. Unsere Leiden sind dir nicht fremd. Richte uns wieder auf und lass uns dein Glück schauen. -
Lesung
Matthäus 7,21–22
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Das aufstrahlende Licht aus der Höhe wird unsre Schritte lenken auf den Weg des Friedens.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Jesus Christus, mit Vollmacht verkündest du Gottes Wort. Wir bitten dich:
A: Herr, bleibe bei uns.
– Gib uns festen Halt in dir, wenn falsche Propheten uns verunsichern.
– Hilf uns, deine Worte zu hören und im Herzen zu bewegen.
– Stärke uns darin, dass Glauben und Tun übereinstimmen. -
Vaterunser
Mit den Worten Jesu beten wir um die Kraft, ganz Gott zu gehören: Vater unser im Himmel …
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Ora et labora
Selbst wenn ich die Wette (dass es Gott gibt) im Tod verlöre, hätte ich für mein Leben nichts verloren, ich hätte in jedem Fall besser, froher, sinnvoller gelebt, als wenn ich keine Hoffnung gehabt hätte.
Hans Küng (1928–2021; katholischer Theologe und Ökumeniker)
Segen
Gott, segne unser Gebet, dass es uns vor dich stellt,
auch wenn wir noch so fern sind von dir.
Segne unser Leben, dass es nach dir strebt,
auch wenn wir oft von deinem Weg abweichen.
Segne unseren guten Willen, dass er auf dein Wort hört,
auch wenn er immer noch schwach ist. Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Allmächtiger Gott, dein Wort lasse unser Leben vor dir fruchtbar werden.
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Lesung
2 Könige 24,8–17°
Jójachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde, und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehúschta und war eine Tochter Élnatans aus Jerusalem. Wie sein Vater tat er, was böse war in den Augen des HERRN.
In jener Zeit zogen die Truppen Nebukadnézzars, des Königs von Babel, gegen Jerusalem und belagerten die Stadt.
Als dann König Nebukadnézzar von Babel selbst vor der Stadt erschien, während seine Krieger sie belagerten, ging Jójachin, der König von Juda, mit seiner Mutter, seinen Dienern, Fürsten und Kämmerern zum König von Babel hinaus und dieser nahm ihn im achten Jahr seiner Regierung fest.
Nebukadnézzar nahm auch alle Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze des königlichen Palastes weg und zerbrach alle goldenen Geräte, die Sálomo, der König von Israel, im Haus des HERRN hatte anfertigen lassen, so wie es der HERR gesagt hatte.
Von ganz Jerusalem verschleppte er alle Vornehmen und alle wehrfähigen Männer, insgesamt zehntausend Mann, auch alle Schmiede und Schlosser. Von den Bürgern des Landes blieben nur die geringen Leute zurück.
Jójachin verschleppte er nach Babel. Auch die Mutter des Königs, die königlichen Frauen und Kämmerer sowie die einflussreichen Männer des Landes verschleppte er von Jerusalem nach Babel, dazu alle Wehrfähigen, siebentausend Mann, die Schmiede und Schlosser, tausend an der Zahl, lauter kriegstüchtige Männer. Sie alle verschleppte der babylonische König nach Babel.
Dann machte der König von Babel den Mattánja, den Onkel Jójachins, an dessen Stelle zum König und änderte seinen Namen in Zidkíja.Impuls
Vor ein paar Tagen haben wir gelesen, wie Juda 701 v. Chr. die feindliche Übermacht der Assyrer abwehren konnte. Nun schreiben wir das Jahr 597 v. Chr., das Ende des Südreiches ist eingeläutet. Es fällt nicht mit Paukenschlag, sein Niedergang zieht sich über zehn Jahre hin. Nebukadnézzar, bedeutender Herrscher des Babylonischen Reiches, geht gewieft vor. 597 nimmt er zum ersten Mal Jerusalem ein, deportiert die Königsfamilie und die führenden Bevölkerungsschichten, die kriegstüchtigen Männer und die wichtigen Handwerker. Er weiß genau, wie man ein Volk zum Teil handlungsunfähig und wehrlos macht. Von Zidkíja, den er als Vasallenkönig einsetzt, erwartet er sich natürlich ungeteilte Loyalität. Die Rechnung wird nicht ganz aufgehen, Zidkíja schwankt und vertraut zwischenzeitlich auf die ägyptische Unterstützung. Auch die Worte des Propheten Jeremia, der die führenden Kreise zu sozialerem Verhalten ermahnt und die erbetene Hilfe des HERRN daran festknüpft, bleiben von ihm ungehört. Machtpolitik hatte mit wahrem Gottesglauben schon immer wenig zu tun.
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Evangelium
Matthäus 7,21–29°
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten gewirkt?
Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen!
Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
Und jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.
Und es geschah, als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.Impuls
Jesus wusste was er wollte. Er verstand sich als vom himmlischen Vater gesandt, seinem Volk den rechten Weg im Glauben zu zeigen durch sein Beispiel. Der Mittelpunkt seiner Verkündigung und seines Handelns war für ihn eindeutig der HERR, und nicht seine eigene Person. Auch deshalb weist er Lippenbekenntnisse ihm gegenüber zurück. Der vorliegende Text beschließt die Rede Jesu auf dem Berg. Seine Worte waren dergestalt, dass viele Menschen staunten und dass sie erkannten, dass er anders war als ihre religiösen Führer, authentischer. Er forderte nicht nur die Einhaltung von Regeln, er lebte sie auch, und zwar weit über ein kasuistisches Verständnis hinaus. Das war es, was die Menschen beeindruckte. Jesus hatte sein spirituelles Haus auf Felsen gebaut. Den weltlichen Fluten konnte auch er nicht entrinnen, Augenblicke der Angst und des Zweifels waren auch ihm nicht fremd; aber seine Hoffnung, in der Hand seines guten Vaters geborgen zu sein, bewahrte er sich bis zum Schluss. Seine Haltung stimmt mich sehr nachdenklich: Von welchen Gedanken und Überzeugungen ist mein Tun geleitet, auf wen oder was berufe ich mich und was ist mein eigentliches Ziel im Leben?
Gebet
Gütiger Gott, als Glaubende möchten wir mit allen Menschen guten Willens den Weg des Friedens und der Freiheit gehen. Beseele uns mit deinem Geist der Liebe und der Gerechtigkeit, damit wir in unserem persönlichen Wirkungsfeld das Zusammenleben mit den anderen nach deinem göttlichen Maßstab der Geschwisterlichkeit gestalten, heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Der du bist drei in Einigkeit,
ein wahrer Gott von Ewigkeit:
die Sonn mit dem Tag von uns weicht;
lass leuchten uns dein göttlich Licht.
Des Morgens, Gott, dich loben wir,
des Abends auch beten vor dir;
unser armes Lied rühmet dich
jetzund, immer und ewiglich.
Gott Vater, dem sei ewig Ehr,
Gott Sohn, der ist der einig Herr,
und dem Tröster, Heiligen Geist,
von nun an bis in Ewigkeit. Amen.
Martin Luther (1543); »O lux beata trinitas« (9. Jh.) · EG 470 -
PSALM 124
Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt *
– so soll Israel sagen –,
hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt, *
als sich gegen uns Menschen erhoben,
dann hätten sie uns lebendig verschlungen, *
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
Dann hätten die Wasser uns weggespült, *
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.
Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen, *
die wilden und wogenden Wasser.
Gelobt sei der Herr, *
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.
Unsre Seele ist wie ein Vogel
dem Netz des Jägers entkommen; *
das Netz ist zerrissen und wir sind frei.
Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat.
PSALM-GEBET: Starker Gott, du bist die Kraft aller, die auf dich vertrauen. Steh uns bei, wenn wir dich in unserem Leben bezeugen. -
LESUNG
2 Könige 24,13a.14–15a
Wie der Herr angedroht hatte, nahm Nebukadnezzar alle Schätze des Hauses des Herrn und die Schätze des königlichen Palastes weg. Von ganz Jerusalem verschleppte er alle Vornehmen und alle wehrfähigen Männer, insgesamt zehntausend Mann, auch alle Schmiede und Schlosser. Von den Bürgern des Landes blieben nur die geringen Leute zurück. Jojachin verschleppte er nach Babel.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Jesus Christus, du kennst uns besser und tiefer, als wir uns selbst kennen. Wir bitten dich:
A: Herr, erbarme dich.
– Für die Christen im Nahen Osten, wo der Glaube zuerst Heimat hatte.
– Für alle Länder, die unter einer fremden Besatzung leiden.
– Für Menschen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen.
– Für die Opfer von Überschwemmungen, Waldbränden und Erdbeben. -
Vaterunser
Gott bleibt uns nahe, so weit wir uns auch von ihm entfernen. Daher können wir jederzeit umkehren zu ihm und beten: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, der allmächtige Vater, segne uns
mit seiner Antwort auf unsere Fragen und Zweifel,
mit seiner Nähe in der Not unserer Einsamkeit,
mit seiner Vergebung in Versagen und Schuld. Amen.