Heute in Te Deum


Freitag · 17. April 2026

Das ist wahrlich der Prophet,
der in die Welt kommen soll.
Johannes 6,14b

Max Joseph Metzger wurde 1887 in Schopfheim (Schwarzwald) geboren. 1911 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht und wirkte in Meitingen. Dort gründete er den »Friedensbund deutscher Katholiken«, die »Christkönigsgesellschaft vom weißen Kreuz« (1927) und die Bruderschaft »Una Sancta«. Metzger setzte sich unermüdlich für den Frieden unter den Völkern und die Wiedervereinigung der getrennten Kirchen ein. Gemeinsam mit evangelischen Christen verfasste er ein Friedensmemorandum. Der Kreis wurde verraten und seine Teilnehmer verhaftet. Metzger selbst wurde zum Tod verurteilt und 1944 hingerichtet.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)


  • Hymnus

    Christus, du heller Morgenstern,
    du bist die Sonne, leuchtend schön;
    vor dir weicht Nacht und Finsternis,
    dein Strahl macht alles licht und rein.

    Erfülle uns, du heil’ges Licht,
    vertreibe Dunkelheit und Schuld,
    mach hell und lauter unser Herz
    und bleibe bei uns allezeit!

    Lass uns im Glauben wachen, Herr,
    in froher Hoffnung dir vertraun;
    du Liebe, die sich ganz verschenkt,
    gib uns, in Liebe eins zu sein!

    Gott Vater, dir sei Preis und Ehr
    und deinem eingebornen Sohn,
    dem Tröster auch, dem Heil’gen Geist,
    von nun an bis in Ewigkeit. Amen.
    Stundengebet Abtei Kellenried

  • PSALM 145

    Verse 13b–21

    Der Herr ist treu in all seinen Worten, *
    voll Huld in all seinen Taten.
    Der Herr stützt alle, die fallen, *
    und richtet alle Gebeugten auf.
    Aller Augen warten auf dich *
    und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
    Du öffnest deine Hand *
    und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen.
    Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, *
    voll Huld in all seinen Werken.
    Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, *
    allen, die zu ihm aufrichtig rufen.
    Die Wünsche derer, die ihn fürchten, erfüllt er, *
    er hört ihr Schreien und rettet sie.
    Alle, die ihn lieben, behütet der Herr, *
    doch alle Frevler vernichtet er.
    Mein Mund verkünde das Lob des Herrn. *
    Alles, was lebt, preise seinen heiligen Namen
    immer und ewig!
    PSALM-GEBET: Gütiger Gott, du hast uns durch Jesus Christus berufen und willst uns alles geben, was für uns gut ist. Wir danken dir für alles, was du an uns tust.

  • Lesung

    Johannes 6,1–2

    Jesus ging an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Jesus nahm die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus.

    Benedictus öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Herr Jesus Christus, in der wunderbaren Speisung erkennen wir deine göttliche Macht und Liebe, wir bitten dich:
    A: Herr, sei uns gnädig.
    – Fülle unser Leben täglich mit deinen Gaben.
    – Mach uns bereit, miteinander zu teilen.
    – Stärke in uns die Liebe zu dem Mahl, das du selbst uns bereitest.

  • Vaterunser

    Gott will uns beschenken. Er fordert uns auf, ihm zu vertrauen und zu ihm zu beten. Wir bitten ihn mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.

    Karl Rahner (1904–1984; katholischer Theologe)


Segen

Gott segne uns mit dem Brot, das unseren Hunger stillt.
Er segne uns mit dem Brot, das wir miteinander teilen.
Er segne uns mit seinem Wort, das uns ewiges Leben schenkt.
Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, dein Wort bleibt in Ewigkeit.


  • Lesung

    Apostelgeschichte 5,34–42°

    In jenen Tagen erhob sich im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamáliël, ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer; er befahl, die Apostel für kurze Zeit hinausführen. Dann sagte er: Israeliten, überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt! Vor einiger Zeit nämlich trat Theudas auf und behauptete, er sei etwas Besonderes. Ihm schlossen sich etwa vierhundert Männer an. Aber er wurde getötet und sein ganzer Anhang wurde zerstreut und aufgerieben. Nach ihm trat in den Tagen der Volkszählung Judas, der Galiläer, auf; er brachte viel Volk hinter sich und verleitete es zum Aufruhr. Auch er kam um und alle seine Anhänger wurden zerstreut.
    Darum rate ich euch jetzt: Lasst von diesen Männern ab und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen. Sie stimmten ihm zu, riefen die Apostel herein und ließen sie auspeitschen; dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei.
    Die Apostel aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden. Und sie ließen nicht ab, Tag für Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren, und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus.

    Impuls

    Schwierige, gefährliche, unübersichtliche Zeiten scheinen das damals gewesen zu sein. Aber auch heute ist nichts einfach. Je mehr sich ändert, je mehr bleibt gleich, sagt ein altes Sprichwort. Schauen wir mal, was der angesehene Gesetzeslehrer zum Thema Unruhen und Aufruhr zu sagen hat: Der Lauf der Geschichte sorge schon dafür, dass Unruhestifter verschwinden (Anm. meinerseits: Wenn das mal stimmt!); was aber von Gott stamme, könne nicht vernichtet werden. Also solle man das Risiko lieber nicht eingehen, sich gegen Gott zu stellen. Der diplomatische Gamaliel zeigt uns dreierlei. Erstens: Kluges diplomatisches Denken hat etwas für sich. Zweitens: Die ersten Christen, der Verfasser der Apostelgeschichte allemal, hatten ein sattes Selbstbewusstsein oder konnten sehr aufbauende Texte verfassen. Drittens: Wir werden ermutigt, auf die unübersichtlichen Zustände unserer Zeit mit der Formel des Gamaliel zu schauen.

  • Evangelium

    Johannes 6,1–15°

    In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tibérias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe.
    Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philíppus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philíppus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denáre reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele?
    Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.
    Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.
    Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

    Impuls

    Wir dürfen heute ein vielgeliebtes Evangelium wieder lesen. Es ist so bekannt, dass das »Allein, was ist das für so viele!« zum geflügelten Wort wurde. Da springt in dem wohlvertrauten Text plötzlich der Satz »Es gab dort nämlich viel Gras« ins Auge. Ist das eine überflüssige Bemerkung? Ein kleiner geographischer Hinweis, um die Erzählung konkret zu verorten? Während ich noch rätsle, kommt mir eine biblische Assoziation in den Sinn – aus einem unter allen Christen ebenfalls besonders populären Text, Psalm 23: »Er lässt mich lagern auf grüner Aue«. Mit dem kleinen Satz, über den ich zunächst gestolpert bin, wird Jesus ganz nebenbei als »guter Hirte« erkennbar. Wie das ganze gesamte hier geschilderte Geschehen ein Wunder ist, das die von Gott stammende Macht Jesu aufscheinen lässt, so deutet auch dieses kleine Detail, diese Anspielung auf den Willen und das Wirken Gottes hin. Abgesehen von der theologischen Tiefe: Wie schön, dass Jesus den Menschen ein grünes Plätzchen zuweist. In Zeiten, in denen immer öfter vertrocknete Wiesen typisch für den Sommer sind, erinnert uns die Stelle auch daran, dass die von der heiligen Hildegard so genannte »Grünkraft« Leben bedeutet. Jesus nährt, Jesus gibt uns Lebenskraft.


Gebet

Du guter Hirte, du führst und nährst uns – und schützt uns in Dunkel und Gefahr. Dir wollen wir uns anvertrauen. Das Leben, das du uns schenkst, wollen wir dankbar feiern.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)


  • HYMNUS

    Du ewig abendloses Licht,
    dreiein’ger Herrscher aller Welt:
    Gib, wenn des Himmels Sonne sinkt,
    dass deine Klarheit uns erhellt.

    Dir galt des Morgens erstes Lob,
    dich preisen wir zur Abendstund’:
    Du Licht und Freude unsres Tags,
    schenkst Leben uns und deinen Bund.

    So lässt du wandern uns im Licht,
    wir dürfen deine Kinder sein;
    wenn einmal unser Tag sich neigt,
    lädst du zum Abendmahl uns ein.

    Wir preisen, Vater, deine Huld,
    die du uns schenkst in deinem Sohn;
    erfülle uns mit deinem Geist
    und lass uns stehn an deinem Thron. Amen.
    Stundengebet Abtei Kellenried

  • CANTICUM

    Römer 8,31b–34

    Ist Gott für uns, *
    wer ist dann gegen uns?
    Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, /
    sondern ihn für uns alle hingegeben – *
    wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
    Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? /
    Gott ist es, der gerecht macht. *
    Wer kann sie verurteilen?
    Christus Jesus, der gestorben ist, /
    mehr noch: der auferweckt worden ist, *
    sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.
    CANTICUM-GEBET: Treuer Gott, führe alle Menschen bei dir zusammen, ordne dein Volk und hilf uns, in Einheit und Liebe zusammenzuleben.

  • LESUNG

    Apostelgeschichte 5,41–42

    Die Apostel gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für Jesu Namen Schmach zu erleiden. Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tempel und in den Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Die Jünger füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.

    Magnifikat öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unser Vater, du hast uns erschaffen und hältst uns in deiner Liebe:
    A: Höre unser Gebet.
    – Für alle Christen, die ihre Einheit im Eucharistischen Mahl ersehnen und darum beten.
    – Für den Kampf der Welternährungsorganisation gegen den Hunger in der Welt.
    – Für die Obdachlosen und Armen in unseren Städten.
    – Für alle Menschen, die mit ihren Nächsten großzügig teilen.

  • Vaterunser

    Gott wirkt in unserem Leben und gibt dem Bestand, was wir nach seinem Willen tun. Im Vertrauen auf ihn beten wir: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott segne uns mit Halt bei allem Wechsel.
Er segne uns mit Hoffnung bei unseren Verlusten.
Er segne uns mit ewigem Leben in seiner Liebe. Amen.