Samstag · 13. Juni 2026
Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören;
denn du vermagst nicht ein einziges Haar
weiß oder schwarz zu machen.
Matthäus 5,36
Unbeflecktes Herz Mariä Maria ist vor Gott die Frau mit dem großen Herzen: Sie öffnete ihr Herz für seinen Anruf in Nazaret. Sie begleitete die Sache Jesu mit mütterlichem Herzen bis unter das Kreuz. Sie ist im Kreis der Jünger nach Ostern das Herz der jungen Gemeinde. Der heutige Gedenktag schaut auf die Mutter Christi, deren mitfühlendes Herz die Not unserer Welt aufnimmt und vor Gott trägt.
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
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Hymnus
Du Abglanz von des Vaters Pracht,
du bringst aus Licht das Licht hervor,
du Licht vom Licht, des Lichtes Quell,
du Tag, der unsern Tag erhellt.
Du wahre Sonne, brich herein,
du Sonne, die nicht untergeht,
und mit des Geistes lichtem Strahl
dring tief in unsrer Sinne Grund.
Wir rufen auch den Vater an,
den Vater ew’ger Herrlichkeit,
den Vater, reich an mächt’ger Huld:
Er halte fern, was uns versucht.
Er stärke uns zum guten Werk,
er leite machtvoll unser Tun,
er sei uns Kraft in harter Fron
und lenke unsren schwachen Geist.
Und Christus werde unser Brot,
und unser Glaube sei uns Trank,
in Freude werde uns zuteil
des Geistes klare Trunkenheit.
Das Morgenrot steigt höher schon,
wie Morgenrot geht er uns auf:
in seinem Vater ganz der Sohn
und ganz der Vater in dem Wort. Amen.
Nach »Splendor paternae gloriae«; Ambrosius († 397)
Melodie: GL 666 · KG 670 · EG 440 -
PSALM 56
Verse 2–6.9–10
Sei mir gnädig, Gott, /
denn Menschen stellen mir nach; *
meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag.
Täglich stellen meine Gegner mir nach; *
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpfen.
An dem Tag, da ich mich fürchten muss, *
setze ich auf dich mein Vertrauen.
Ich preise Gottes Wort. /
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. *
Was können Menschen mir antun?
Sie verdrehen meine Worte den ganzen Tag; *
auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.
Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir. /
Sammle meine Tränen in einem Krug, *
zeichne sie auf in deinem Buch!
Dann weichen die Feinde zurück an dem Tag, da ich rufe. *
Ich habe erkannt: Mir steht Gott zur Seite.
PSALM-GEBET: Gerechter Gott, dein Wort ist heilig, wenn wir mit Worten verletzen und töten. Gib uns Kraft durch dein Wort. -
Lesung
Lukas 2,48–49
Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Alle, die Jesus hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Jesus, Sohn Mariens, wir bitten dich:
A: Jesus, wir schauen auf dich.
– Dass wir unsere Lieblosigkeiten überwinden können.
– Dass wir unsere Ohren und Herzen für deine Gute Nachricht öffnen.
– Dass durch uns deine Liebe in der Welt sichtbar werde. -
Vaterunser
Wie Josef wollen wir gläubig auf Gottes Wort hören und ihm folgen. So zeigt uns Gott den Weg in sein Reich. Wir beten: Vater unser im Himmel …
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Ora et labora
Zu wissen, dass Jesus weiter durch unsere Straßen zieht, sich lebendig unter sein Volk mischt und sich und die Menschen in eine einzige Heilsgeschichte einbezieht, erfüllt uns mit Hoffnung.
Papst Franziskus (1936–2025)
Segen
Herr, wir erbitten deinen Segen für den Tag.
Segne uns, damit wir dein Wort begreifen wie Maria.
Segne uns, damit wir Ja sagen können wie sie.
Segne uns, damit wir nie aufhören, dich zu suchen. Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Treuer Gott, dein Wort gebe uns Einsicht und stärke unseren Glauben.
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Lesung
1 Könige 19,19–21°
In jenen Tagen, als Elíja vom Gottesberg weggegangen war, traf er Elíscha, den Sohn Schafats. Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen und er selbst pflügte mit dem zwölften.
Im Vorbeigehen warf Elíja seinen Mantel über ihn. Sogleich verließ Elíscha die Rinder, eilte Elíja nach und bat ihn: Lass mich noch meinem Vater und meiner Mutter den Abschiedskuss geben; dann werde ich dir folgen. Elíja antwortete: Geh, kehr um! Denn was habe ich dir getan?
Elíscha ging von ihm weg, nahm seine zwei Rinder und schlachtete sie. Mit dem Joch der Rinder kochte er das Fleisch und setzte es den Leuten zum Essen vor. Dann stand er auf, folgte Elíja und trat in seinen Dienst.Impuls
Es gibt Menschen, die üben spontan Anziehungskraft auf andere aus, die haben Charisma. Elija war eine solche Persönlichkeit. Dass die Berufung des Elischa doch wohl etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hat als der kurze Augenblick der Begegnung auf dem Feld, wird in seinem Wunsch, sich von seinen Eltern verabschieden zu dürfen, zum Ausdruck gebracht. Elija gewährt die Bitte. Dieser Zug des Propheten macht ihn menschlich richtig sympathisch, besonders weil wir wissen, wie hart er an anderer Stelle in seinem Urteil sein konnte. Der Zahl seiner Gespanne nach zu urteilen war Elischa ein sehr wohlhabender Mann, der es dennoch nicht scheute, selber Hand mit anzulegen bei der Feldarbeit. Und er wird wohl gewusst haben, dass seine Familie eigentlich auf ihn und seine Mitarbeit angewiesen ist. Allein, der Ruf war stärker. Manchmal müssen wir uns entscheiden, entweder beim Gewohnten zu bleiben oder das Neue zu wagen. Es sind gar nicht immer so tiefgreifende Entscheidungen wie bei Elischa, aber sie fordern trotzdem unseren Mut heraus – vielleicht gerade heute, noch an diesem Tag!
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Evangelium
Lukas 2,41–51°
Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach.
Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten nach ihm.
Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten.
Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte.
Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte all die Worte in ihrem Herzen.Impuls
Mit dieser Episode beschließt Lukas seine Kindheitserzählungen über Jesus. Genau genommen ist dieser Zwölfjährige kein Kind mehr, denn mit 13 Jahren erlangt ein jüdischer Junge die religiöse Mündigkeit. Es geht dem Evangelisten darum, die Person Jesu unter allen anderen hervorzustreichen. Der Junge wird vorausschauend schon hier als unübertrefflicher Lehrer beschrieben und gleichzeitig klingt seine Passion und Auferweckung im Motiv der drei Tage an. Im Tempel staunen sie alle über ihn, auch seine Eltern. Aber die Mutter kann sich dann doch nicht eines leisen Vorwurfs erwehren, zu groß war die Sorge um ihr verlorenes Kind gewesen. Lukas hat mit dieser Beschreibung ein ganz feines Gespür für elterliche Ängste und Reaktionen bewiesen. Es ist ja auch nicht leicht, den Spagat zwischen Sorge tragen und Loslassen hin zu bekommen. Es ist nicht leicht, die Sprösslinge ziehen zu lassen, vor allem dann nicht, wenn ihre Wege unkonventionell oder gar gefährlich sind – und Jesu Weg war mit Sicherheit für seine Eltern ziemlich herausfordernd.
Gebet
Du Gott unserer Zuversicht, in deine schützenden Hände legen wir die Menschen, die uns besonders anvertraut sind, denen wir nahe stehen und für die wir Sorge tragen. Umarme sie und uns mit deinem heilenden Segen. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Ach, bleib bei uns, Herr Jesu Christ,
weil es nun Abend worden ist;
dein göttlich Wort, das helle Licht,
lass ja bei uns verlöschen nicht.
In dieser dunklen Weltenzeit
verleih uns, Herr, Beständigkeit
und bleib in Wort und Sakrament
uns nahe bis an unser End.
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist,
den Erde, Meer und Himmel preist,
du heilige Dreifaltigkeit,
wir loben dich in Ewigkeit. Amen.
Stundengebet Abtei Kellenried -
PSALM 34
Verse 12–15
Kommt, ihr Kinder, hört mir zu! *
Ich will euch in der Furcht des Herrn unterweisen.
Wer ist der Mensch, der das Leben liebt *
und gute Tage zu sehen wünscht?
Bewahre deine Zunge vor Bösem *
und deine Lippen vor falscher Rede!
Meide das Böse und tu das Gute; *
suche Frieden und jage ihm nach!
PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, du willst allen helfen, die in Not sind, und sendest uns dahin, wo wir gebraucht werden. Hilf uns, deine Liebe zu leben. -
LESUNG
1 Könige 19,19b–20
Elija traf Elischa, den Sohn Schafats. Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen und er selbst pflügte mit dem zwölften. Im Vorbeigehen warf Elija seinen Mantel über ihn. Sogleich verließ Elischa die Rinder, eilte Elija nach und bat ihn: Lass mich noch meinem Vater und meiner Mutter den Abschiedskuss geben; dann werde ich dir folgen. Elija antwortete: Geh, aber komm dann zurück! Bedenke, was ich an dir getan habe.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Dann kehrte Jesus mit seinen Eltern nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Jesus Christus, du hast als Kind die Liebe deiner Mutter Maria erfahren. Zu dir beten wir:
A: Herr, erhöre uns.
– Um Segen und Freude für alle Mütter und Erzieherinnen.
– Um Anerkennung und Erfolg für alle Frauen im pastoralen Dienst und in theologischer Lehre.
– Um den Geist der Versöhnung für die Völker des Nahen Ostens.
– Um ewiges Leben für die weltweit vielen Toten von Seuchen und Pandemien. -
Vaterunser
Gott lässt keinen verloren gehen, der nach ihm sucht, sondern zeigt ihm den Weg. Wir beten, wie uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, segne uns, die wir deine Kinder sind.
Segne uns, dass wir im Geist der Kindschaft wachsen.
Segne uns, damit wir als Söhne und Töchter Gottes Zeugnis
geben können von der Kraft deines Segens. Amen.