Montag · 20. Juli 2026
Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor
deinem Gott.
Micha 6,8b
Margareta von Antiochia in Pisidien starb in der Diokletianischen Verfolgung um 305. Über ihr Leben fehlen sichere Nachrichten. Den Legenden über sie ist gemeinsam, dass ihr Martyrium Anlass gewesen sei, dass sich viele Menschen taufen ließen. Die im Orient schon früh bezeugte Verehrung verbreitete sich seit dem 7. Jahrhundert auch im Westen. Margareta ist eine der Vierzehn Nothelfer und zählt zusammen mit Barbara und Katharina von Alexandrien zu den »drei heiligen Madln«. In der orthodoxen Kirche wird sie unter dem Namen Marina verehrt.
L: Sir 51,1–8 (1–12); E: Lk 9,23–26
Apollinaris ist wohl der Gründer und erste Bischof von Ravenna und soll um 200 gelebt haben. Nach Legenden soll er nach Misshandlungen nach Dalmatien gegangen sein, um dort zu missionieren. Über seinem Grab in der Nähe des Hafens von Ravenna wurde 549 die prächtige Basilika Sant’ Apollinare in Classe geweiht. Reliquien kamen auch nach Deutschland, wo er als Patron von Remagen und Düsseldorf verehrt wird.
L: Jak 1,2–4.12; E: Joh 10,11–16
Deutscher Widerstand gegen Adolf Hitler Am 20. Juli 1944 versuchte eine Gruppe deutscher Offiziere, Hitler durch einen Staatsstreich zu beseitigen. Doch das Attentat scheiterte, Hitler wurde nur leicht verletzt. Die Gestapo nahm in den folgenden Wochen Tausende von Regimegegnern fest, rund 5000 von ihnen wurden bis Kriegsende hingerichtet oder starben an den Haftbedingungen. Der Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Mann, der gegen Hitler aufgestanden war und ihn beinahe beseitigt hätte, ist zur Symbolfigur des deutschen Widerstands geworden. Das Attentat am 20. Juli 1944 war Schlusspunkt einer Kette von über vierzig Attentatsversuchen.
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
-
Hymnus
Nacht und Gewölk und Finsternis,
verworrnes Chaos dieser Welt,
entweicht und flieht! Das Licht erscheint,
der Tag erhebt sich: Christus naht.
Jäh reißt der Erde Dunkel auf,
durchstoßen von der Sonne Strahl,
der Farben Fülle kehrt zurück
im hellen Glanz des Taggestirns.
So soll, was in uns dunkel ist,
was schwer uns auf dem Herzen liegt,
aufbrechen unter deinem Licht
und dir sich öffnen, Herr und Gott.
Dich, Christus, suchen wir allein
mit reinem, ungeteiltem Sinn,
dir beugen willig wir das Knie
mit Bitten und mit Lobgesang.
Blick tief in unser Herz hinein,
sieh unser ganzes Leben an:
Noch manches Arge liegt in uns,
was nur dein Licht erhellen kann.
Dir, Christus, guter Herr und Gott,
dem ew’gen Vater, der uns liebt,
dem Heil’gen Geist, der bei uns ist,
sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.
Nach »Nox et tenebrae et nubila«, Prudentius († nach 405), Stundenbuch -
PSALM 105
Verse 1–9
Dankt dem Herrn! /
Ruft seinen Namen an! *
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm, *
sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens! *
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht; *
sucht sein Antlitz allezeit!
Denkt an die Wunder, die er getan hat, *
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.
Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, *
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott. *
Seine Herrschaft umgreift die Erde.
Ewig denkt er an seinen Bund, *
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, *
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.
PSALM-GEBET: Treuer Gott, du vergisst dein Volk nicht und schenkst ihm dein Heil. Mach uns bereit, dich zu suchen und dir zu danken. -
Lesung
Matthäus 12,38–39
In jener Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu Jesus: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Gott, unser Vater, du hast uns deinen Sohn geschenkt. Dankbar bringen wir unsere Bitten vor dich:
A: Gott, sei uns gnädig.
– Stärke unser Vertrauen in dich.
– Hilf uns zu erkennen, was du in Jesus Christus für uns getan hast.
– Mach uns bereit, dass wir vor dich hintreten können. -
Vaterunser
Im Glauben dürfen wir Gott nahen und er schenkt sich uns. Wir beten, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …
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Ora et labora
Vergessen dürfen wir das in Dachau und an manch ähnlichen Orten Geschehene nie. Es wäre Blindheit gegenüber ähnlichem Geschehen, heute, unter unseren Augen, in vielen anderen Ländern der Erde. Aber verzeihen müssen wir.
Jean Bernard (1907?1994; luxemburgischer Priester, von 1941–42 inhaftiert in Dachau)
Segen
Gott, segne unsere Hoffnung, dass sie allein auf dich setzt.
Segne unseren Glauben, dass er dich erkennt.
Segne unsere Liebe, dass sie immer zu dir drängt. Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Gerechter Gott, dein Wort zeige uns, was gut ist und du von uns erwartest.
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Lesung
Micha 6,1–4.6–8°
Hört doch, was der HERR sagt: Auf, tritt an zum Rechtsstreit mit den Bergen, die Hügel sollen deine Stimme hören! Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN und ihr beständigen Fundamente der Erde! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk, er geht mit Israel ins Gericht:
Mein Volk, was habe ich dir getan und womit habe ich dich ermüdet? Antworte mir! Fürwahr, ich habe dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt und dich freigekauft aus dem Sklavenhaus. Ich habe Mose vor dir hergesandt und Aaron und Mirjam.
Womit soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll ich mit Brandopfern vor ihn treten, mit einjährigen Kälbern?
Hat der HERR Gefallen an Tausenden von Widdern, an zehntausend Bächen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen hingeben für meine Vergehen, die Frucht meines Leibes für meine Sünde? Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und achtsam mitgehen mit deinem Gott.Impuls
Die großen Taten Gottes auf der einen Seite und die Möglichkeiten des Menschen, darauf angemessen zu reagieren, auf der anderen. Egal, was der Mensch anzubieten hat, es wird eine eklatante Diskrepanz bleiben zwischen ihm und Gott. Also, was ist zu tun? Sich bis zu Erschöpfung mit Opfern anstrengen? Den Kopf in den Sand stecken und nichts tun? Nichts von alledem! Das Rechte tun – die Barmherzigkeit lieben – achtsam sein auf die Gegenwart Gottes. Und jeder, der das liest, kann eigentlich verstehen, was das für ihn konkret heißt im Umgang mit den Mitmenschen und seinen Möglichkeiten. In der alten Übersetzung stand als letzte Formulierung da: »in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.« Heute: »achtsam mitgehen mit deinem Gott.« Mir persönlich gefällt die neue Bibelübersetzung gut, allein wegen des Wortes ›achtsam‹. Das ist ein schönes Gehen!
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Evangelium
Matthäus 12,38–42°
In jener Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu Jesus: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen.
Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.
Die Männer von Nínive werden beim Gericht mit dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. Und siehe, hier ist mehr als Jona.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Sálomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Sálomo.Impuls
An solchen Stellen merken wir deutlich, dass wir die Evangelien nie als neue Lektüre von vorne nach hinten lesen, sondern immer schon als Leser, die wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist. Wer das nicht weiß – und die damaligen Zuhörer wussten es alle nicht – der konnte diese Bildsprache Jesu doch gar nicht richtig verstehen. Und wieder merken wir, wie sehr wir einen Text vor uns haben, der um das nachösterliche Geschehen schon weiß und der Evangelist lässt es immer wieder einfließen. An einer solchen Stelle wie dieser erspüren wir aber auch, wie sehr die Brücke weit zurück geschlagen wird in die Erzähltradition des Alten Testamentes und das Geschehen durch diesen Jesus Bestandteil einer uralten Geschichte ist. Die drei Tage des Jona im Bauch des Fisches und die drei Tage Jesu im Grab, sie verbinden sich in der Person des Jesus von Nazareth, dem wir auf dem Weg nach Jerusalem folgen, dem wir einmal ins Grab und dann auch in die Auferstehung folgen werden.
Gebet
Herr Jesus Christus, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Lass mich achtsam werden für deine Gegenwart – im Alltag, in Begegnungen und in der Stille. Schenke mir einen achtsamen Geist, damit ich deinen Spuren folge, dein Wort vernehme und deinem Geist Raum gebe. Lass mich aufmerksam sein für die Menschen an meinem Weg und für das, was wirklich wichtig ist. Sei meine Orientierung und mein Begleiter – auf allen Wegen meines Lebens. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Der lieben Sonne Licht und Pracht
hat nun den Lauf vollführet,
die Welt hat sich zur Ruh gemacht,
tu, Seel’, was dir gebühret.
Tritt an die Himmelstür
und sing ein Lied dafür;
lass deine Augen, Herz und Sinn
auf Jesum sein gerichtet hin.
Der Schlaf wird fallen diese Nacht
auf Menschen und auf Tiere;
doch einer ist, der droben wacht,
bei dem kein Schlaf zu spüren.
Es schlummert Jesum nicht,
sein Aug’ auf mich er richt.
Drum soll mein Herz auch wachend sein,
dass Jesus wache nicht allein.
Nun, matter Leib, schick dich zur Ruh
und schlaf fein sanft und stille;
ihr müden Augen schließt euch zu,
denn das ist Gottes Wille;
schließt aber dies mit ein:
O Jesus, ich bin dein!
So ist der Schluss recht wohl gemacht.
In Jesu Namen: Gute Nacht.
Christian Scriver († 1693)
Melodie: GL 220 · KG 455 -
PSALM 34
Verse 12–19
Kommt, ihr Kinder, hört mir zu! *
Ich will euch in der Furcht des Herrn unterweisen.
Wer ist der Mensch, der das Leben liebt *
und gute Tage zu sehen wünscht?
Bewahre deine Zunge vor Bösem *
und deine Lippen vor falscher Rede!
Meide das Böse und tu das Gute; *
suche Frieden und jage ihm nach!
Die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten, *
seine Ohren hören ihr Schreien.
Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen, *
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr; *
er entreißt sie all ihren Ängsten.
Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, *
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
PSALM-GEBET: Ewiger Gott, du kennst die Herzen der Menschen, du weißt um das Gute und Böse in uns. Lehre uns, das Gute zu tun. -
LESUNG
Micha 6,1a.8
Hört, was der Herr sagt: Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Hier ist einer, der mehr ist als Jona.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Jesus Christus, Herr und Bruder begleite uns auf unseren Wegen und sei uns nahe. Darum bitten wir dich:
A: Herr, erbarme dich.
– Für die Christen im Nahen Osten.
– Für erfolgreiche Bemühungen um atomare Abrüstung.
– Für Paare, die keinen gemeinsamen Weg mehr für sich sehen.
– Für alle, die sich in ihrem Leben allein gelassen fühlen. -
Vaterunser
Gott befreit uns aus der Sklaverei der Sünde und schenkt uns die Gemeinschaft mit ihm. Wir beten: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, segne uns in der Hetze,
wenn wir deine Nähe nicht mehr spüren.
Segne uns in der Enttäuschung,
wenn wir dich nicht verstehen.
Segne uns in der Überforderung,
wenn wir uns verlassen fühlen.
Segne uns mit der Liebe,
die uns dich finden und verstehen lässt. Amen.