Heute in Te Deum


Montag · 29. Juni 2026

HL. PETRUS UND HL. PAULUS

Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde
bauen,
und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.
Matthäus 16,18b

Simon, »Sohn des Jona« (Mt 16,17), stammte aus Betsaida, war verheiratet und von Beruf Fischer. Er wurde von seinem Bruder Andreas zu Jesus geführt. Mit Jakobus dem Älteren und Johannes gehört er zu den Aposteln, die Jesus besonders nahestanden (Verklärung, Getsemani). Er bekennt Jesus als »Christus, Sohn des lebendigen Gottes« (Mt 16,16), will aber auch Jesus von seinem Leidensweg abbringen und handelt sich damit von ihm die Rüge »du Satan« ein (Mk 8,30). Im Rahmen der Passion leugnet er, Jesus zu kennen. Die Evangelien zeichnen Simon als Haupt der Apostelgruppe, was u. a. durch seine Rolle als Wortführer und in seinem Beinamen Kephas – Pétros zum Ausdruck kommt. Er ist einer der Hauptzeugen der Auferstehung Jesu. Petrus wirkt zunächst in Jerusalem, predigt öffentlich (Pfingstwunder), heilt Kranke und muss sich vor dem Hohen Rat verantworten. Nach dem Apostelkonzil in Jerusalem (Apg 15,7–11) hält er sich in Antiochien auf, wo es zum Streit mit Paulus um die gleichberechtigte Lebensweise von Judenchristen und Heidenchristen kommt (Gal 2,11–21). Über das weitere Schicksal des Petrus sagt das Neue Testament nichts; die Tradition berichtet von seinem Martyrium um 64/67 in Rom unter Nero im Zirkus des Caligula, wo über seinem Grab später die Basilika St. Peter gebaut wird.
Paulus – sein hebräischer Name war Saulus – wurde um 10 n. Chr. als Sohn einer pharisäischen Familie in der jüdischen Diasporagemeinde von Tarsus in Kilikien geboren und war römischer Bürger. In Jerusalem wurde er zum Toralehrer ausgebildet. Als »Eiferer für das Gesetz« (Gal 1,14) begann er, die Christen zu verfolgen. Als er um 33/36 zur Ausrottung der Christen nach Damaskus ging, hatte er vor der Stadt eine Christusvision. Von diesem Erlebnis an verstand er sich selbst als Zeuge der Auferstehung. Er ließ sich taufen und zog sich drei Jahre in die Einsamkeit zurück. Danach verkündete er auf mehreren »Missionsreisen« das Evangelium und gründete Gemeinden aus Christen, die aus dem Heidentum kamen. An sie schreibt er Briefe, die einen wesentlichen Teil des Neuen Testaments bilden. Aufgrund seiner Verkündigung wird er wiederholt von Juden und von Römern verfolgt bis hin zu körperlichen Strafen und Gefängnis. In Jerusalem wurde er von Diasporajuden angeklagt, von den Römern in Schutzhaft genommen und nach Rom gebracht und schließlich vor den Mauern der Stadt enthauptet. Als Todesjahr wird 67 genannt.
Schrifttexte für die Eucharistiefeier am Vorabend:
L: Apg 3,1–10; Gal 1,11–20; E: Joh 21,1.15–20

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)


  • Hymnus

    Goldenes Leuchten
    strahlt vom Himmel heut herab,
    Vater des Lichtes,
    du erfüllst die Welt mit Glanz,
    zierest den Himmel,
    da im Feste wir begehn
    deiner Apostel
    herrliches Martyrium.

    Heiliger Petrus,
    Fels, auf dem die Kirche steht,
    Hüter der Herde,
    die dir Christus anvertraut,
    einst hast du weinend
    den Verrat am Herrn bereut,
    zeigst nun im Tode,
    daß du wirklich ihn geliebt.

    Heiliger Paulus,
    Bote du des neuen Heils,
    Künder des Wortes,
    der die Völker Wahrheit lehrt,
    einst hast du eifernd
    Christi Jüngern nachgestellt,
    legst nun im Sterben
    Zeugnis ab mit deinem Blut.

    Göttliche Dreiheit,
    Vater, Sohn und Heil’ger Geist,
    höre den Lobpreis,
    den wir deiner Größe weihn,
    da das Gedächtnis
    deiner Zeugen uns erfreut.
    Gib uns wie ihnen
    einst den Thron der Seligkeit. Amen.
    Nach »Aurea luce et decore roseo«, karolingisch, Stundenbuch

  • PSALM 149

    Singt dem Herrn ein neues Lied! *
    Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.
    Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen, *
    die Kinder Zions über ihren König jauchzen.
    Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz, *
    ihm spielen auf Pauken und Harfen.
    Der Herr hat an seinem Volk Gefallen, *
    die Gebeugten krönt er mit Sieg.
    In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken, *
    auf ihren Lagern jauchzen:
    Loblieder auf Gott in ihrem Mund, *
    ein zweischneidiges Schwert in der Hand,
    um die Vergeltung zu vollziehn an den Völkern, *
    an den Nationen das Strafgericht,
    um ihre Könige mit Fesseln zu binden, *
    ihre Fürsten mit eisernen Ketten.
    um Gericht über sie zu halten, so wie geschrieben steht. *
    Herrlich ist das für all seine Frommen.
    PSALM-GEBET: Gerechter Gott, wer sich von dir entfernt, bereitet sich selber das Gericht. Führe uns zu dir und vernichte alle Gewalt und alles Böse.

  • Lesung

    Matthäus 16,15–18

    In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

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    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Herr Jesus Christus, du hast die Apostel berufen, deine Kirche zu leiten. Wir bitten dich:
    A: Herr, komm deinem Volk zu Hilfe.
    – Mach uns bereit, dich in unserem Leben zu bekennen.
    – Gib unserem Leben einen festen Grund im Glauben an dich.
    – Hilf uns in unserer Schwäche, sodass wir dir folgen können.

  • Vaterunser

    Jesus Christus ist der feste Grund unseres Glaubens. Auf ihn können wir bauen und mit seinen Worten dürfen wir beten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Nicht die Bußpredigt, nicht der Ruf zur Umkehr, sondern das Geschenk des reichen Fischfangs hat Petrus seine Schuld erkennen und bekennen lassen. Jetzt handelt Jesus gegen allen Sachverstand; diesen Sünder will er als Menschenfischer, als seinen Boten, und die anderen mit ihm. Jesus überwältigt durch Güte: Sie verließen alles und folgten ihm nach.

    Ferdinand Kerstiens (* 1933; katholischer Theologe und Publizist)


Segen

Gott, du kennst uns. Hilf uns,
dich auf unserem Weg zu erkennen.
Du schaust auf uns. Mach uns bereit, nach dir auszuschauen.
Du rufst uns zu dir. Gib uns die Worte, dich anzurufen.
Du gibst uns die Kraft zum Bekenntnis wie Petrus.
Halte uns fest, wenn unsere Schwäche uns wanken lässt.
Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Allmächtiger Gott, gib uns die Kraft, aus deinem Wort zu leben.


  • 1. Lesung

    Apostelgeschichte 12,1–11°

    In jenen Tagen ließ der König Herodes einige aus der Gemeinde verhaften und misshandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten. Als er sah, dass es den Juden gefiel, ließ er auch Petrus festnehmen. Das geschah in den Tagen der Ungesäuerten Brote. Er nahm ihn also fest und warf ihn ins Gefängnis. Die Bewachung übertrug er vier Abteilungen von je vier Soldaten. Er beabsichtigte, ihn nach dem Paschafest dem Volk vorführen zu lassen. Petrus wurde also im Gefängnis bewacht. Die Gemeinde aber betete inständig für ihn zu Gott.
    In der Nacht, ehe Herodes ihn vorführen lassen wollte, schlief Petrus, mit zwei Ketten gefesselt, zwischen zwei Soldaten; vor der Tür aber bewachten Posten den Kerker.
    Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu und ein Licht strahlte in dem Raum. Er stieß Petrus in die Seite, weckte ihn und sagte: Schnell, steh auf! Da fielen die Ketten von seinen Händen. Der Engel aber sagte zu ihm: Gürte dich und zieh deine Sandalen an! Er tat es. Und der Engel sagte zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir! Und Petrus ging hinaus und folgte ihm, ohne zu wissen, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; es kam ihm vor, als habe er eine Vision.
    Sie gingen an der ersten und an der zweiten Wache vorbei und kamen an das eiserne Tor, das in die Stadt führt; es öffnete sich ihnen von selbst. Sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit; und sogleich verließ ihn der Engel.
    Da kam Petrus zu sich und sagte: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich der Hand des Herodes entrissen hat und alldem, was das Volk der Juden erwartet hat.

    Impuls

    Für seinen Glauben einstehen, geradestehen, auch wenn es brenzlig wird, verlangt sehr viel ab. Es ist noch gar nicht lange her, da hat auch Petrus die schmerzliche Erfahrung seines eigenen Versagens gemacht und seinen Meister, den er doch liebte, verleugnet (Mt 26,69ff). Schon in Mt 16,21–23 wird berichtet, wie er Jesus nicht zu folgen vermochte und sich eine schroffe Zurechtweisung vom Meister einhandelte, als dieser in seiner Leidensankündigung zu verstehen gab, dass sein Weg kein Weg des weltlichen Sieges sein werde. Petrus brauchte Zeit, um sich wirklich auf diesen Gedanken einzulassen, viel Zeit. Aber jetzt ist er soweit. Diese Haltung entwickelte er nicht aus einer augenblicklichen Laune heraus, ihr geht ein Reifeprozess, ein innerer Kampf voraus. Jetzt kann er mit seinem Herzen, mit seinem Leben Jesus folgen. Menschen gemachte Ketten fallen von ihm ab, die Gewalt des Herodes kann ihm nichts mehr anhaben. Petrus macht uns Mut, in seiner Suche, mit seinem Straucheln und seiner Hitzköpfigkeit. Unser Leben muss nicht reibungslos funktionieren, der HERR schaut auch auf uns in unseren Umwegen!

  • 2. Lesung

    2 Timotheus 4,6–8.17–18°

    Mein Sohn! Ich werde schon geopfert und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue bewahrt.
    Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sein Erscheinen ersehnen.
    Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Völker sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.
    Der Herr wird mich allem bösen Treiben entreißen und retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

    Impuls

    Die zwei Briefe an Timotheus sind nicht von Paulus selbst verfasst worden, sondern gegen das Jahr 100 n. Chr. von einem uns namentlich unbekannten Autor, der sein Schreiben bewusst unter die Autorität des Apostels stellte. Als Name für den Adressaten seiner Schriften entschied er sich für einen, den wir auch aus den Briefen des Paulus kennen: Ein enger Mitarbeiter und guter Freund des Apostels hieß Timotheus (1 Kor 4,17). Paulus nennt ihn jeweils explizit zu Beginn seiner Schreiben an die Philipper (Phil1,1), die Thessalonicher (Thess 1,1) und die Korinther (2 Kor 1,1). Unser Autor kennt die Schriften des Apostels demnach gut und er weiß auch um die Notwendigkeit, die jungen Christengemeinden in ihrem Zusammenleben zu leiten und zu unterstützen. Sein Schreiben enthält konkrete Anweisungen an die Gemeindeleiter für das Ausüben ihrer Ämter, genauso wie für ihre persönliche Lebensführung. Den Apostel lässt er im vorliegenden Abschnitt in einem schon etwas überirdischen Licht erscheinen, aber diese Beschreibung zeugt auch von großem Respekt vor dessen Lebensleistung – ich gehe davon aus, Paulus hätte sie gefreut.

  • Evangelium

    Matthäus 16,13–19°

    In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa Philíppi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn?
    Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elíja, wieder andere für Jeremía oder sonst einen Propheten.
    Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
    Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
    Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjóna; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.

    Impuls

    Jesus geht es wie uns auch: Wir möchten richtig verstanden werden in dem, was wir sagen und was wir tun. Es ist uns im Prinzip auch nicht ganz egal, wie andere uns einschätzen. Wir brauchen wirkliche Freunde, auf die wir uns verlassen können, und eine gelegentliche Bestätigung tut uns einfach gut. Es geht nicht darum, billigen Gefallen zu finden oder sich anzubiedern, sondern um die Echtheit in unserem Zusammenleben. Jesus fordert seine Jünger mit zwei Fragen heraus: »Was sagen die anderen?« und »Was sagt ihr?« Er möchte von ihnen eine persönliche, überlegte Stellungnahme hören, ein einfaches Hinterherlaufen reicht ihm nicht. Sie sollen über die Meinung der anderen Bescheid wissen, sich damit auseinandersetzen und sich ihre eigene bilden. Dieser Anspruch ist zeitlos, er gilt in allen Bereichen, auch im religiösen, auch für uns.


Gebet

Gott unseres Heils, stärke uns mit deinem Geist der Offenheit, damit wir ohne Angst für unsere Überzeugung einstehen und ohne Vorurteile auf unsere Mitmenschen zugehen können. Wecke in uns immer wieder dieses Vertrauen in das Gute. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)


  • HYMNUS

    Lobpreis und Ehre, Christus, dir, des Vaters Wort;
    Licht du vom Lichte, das die Finsternis vertreibt.
    Du bist die Wahrheit, bist der Weg zur Herrlichkeit.
    Du bist das Leben, das im Tod nicht untergeht.

    Deine Apostel legen von dir Zeugnis ab,
    tragen die Botschaft furchtlos in die Welt hinaus;
    sammeln die Menschen als ein neues, heilges Volk,
    das in der Liebe alle Völker einen soll.

    Deine Apostel gingen in den Tod für dich,
    gaben ihr Leben für die frohe Botschaft hin.
    Dank sei dem Vater, der uns in sein Licht beruft,
    Ruhm deinem Geiste, der aus ihnen machtvoll sprach. Amen.
    Stundengebet Abtei Kellenried

  • PSALM 23

    Der Herr ist mein Hirte, *
    nichts wird mir fehlen.
    Er lässt mich lagern auf grünen Auen *
    und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
    Er stillt mein Verlangen; *
    er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
    Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, *
    ich fürchte kein Unheil;
    denn du bist bei mir, *
    dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
    Du deckst mir den Tisch *
    vor den Augen meiner Feinde.
    Du salbst mein Haupt mit Öl, *
    du füllst mir reichlich den Becher.
    Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang *
    und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.
    PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, in deiner Liebe lädst du uns ein. Rufe uns einst zum himmlischen Gastmahl in deinem Reich.

  • LESUNG

    2 Timotheus 4,6–7

    Mein Sohn! Ich werde nunmehr geopfert und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Simon Petrus bekannte: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

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    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Herr Jesus Christus, du führst und schützt deine Kirche, wir bitten dich:
    A: Herr, erbarme dich.
    – Für alle in einem Leitungsamt der christlichen Kirchen.
    – Für jene Staaten, die im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen besondere Verantwortung übernehmen.
    – Für alle in pädagogischen Berufen, die Kinder und Jugendliche erziehen.
    – Für Menschen, die in ihrem Leben nach Halt suchen.

  • Vaterunser

    Gott befreit uns zu dem Leben bei ihm. Voll Vertrauen und Dankbarkeit beten wir zu ihm: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, nimm die Ketten von uns, die uns fesseln.
Führe uns in deine Freiheit, die du uns schenken willst.
Geh mit uns, damit wir auf deinem Weg bleiben.
Erleuchte uns mit deinem Licht, das uns dich erkennen lässt
und das wir allen Menschen bringen und entzünden dürfen.
Amen.