Dienstag · 1. September 2026
Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist,
als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist?
So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist
Gottes.
1 Korinther 2,11
Antikriegstag Die Idee zu einem Weltgedenktag für den Frieden war bereits 1845 in England aufgekommen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Deutschland alljährlich der 1. September als »Antikriegstag« begangen. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939. – Unter dem Motto »Nie wieder Krieg!« rief der Deutsche Gewerkschaftsbund die Bürger erstmals am 1. September 1957 zu Aktionen auf.
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
-
Hymnus
Seht, wie die Schatten dunkler Nacht verblassen:
Rötliches Leuchten strahlt am frühen Himmel.
Bitten wir innig mit vereinter Stimme
Gott, den Allmächt’gen!
Dass er sich unser liebevoll erbarme,
Heil uns gewähre, unsre Trägheit banne
und uns als Vater einst in Güte schenke
himmlisches Erbe.
Lob sei dem Vater auf dem höchsten Throne,
Lob sei dem Sohne, Gott aus Gott geboren,
Lob sei dem Geiste, der von beiden ausgeht,
immer und ewig. Amen.
Nach »Ecce iam noctis tenuatur umbra« (karolingisch), Stundenbuch -
PSALM 19
Verse 8–15
Die Weisung des Herrn ist vollkommen, *
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, *
den Unwissenden macht es weise.
Die Befehle des Herrn sind richtig, *
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter, *
es erleuchtet die Augen.
Die Furcht des Herrn ist rein, *
sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr, *
gerecht sind sie alle.
Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. *
Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; *
wer sie beachtet, hat reichen Lohn.
Wer bemerkt seine eigenen Fehler? *
Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist!
Behüte deinen Knecht auch vor vermessenen Menschen; *
sie sollen nicht über mich herrschen.
Dann bin ich ohne Makel *
und rein von schwerer Schuld.
Die Worte meines Mundes mögen dir gefallen; /
was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen, *
Herr, mein Fels und mein Erlöser.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
PSALM-GEBET: Gütiger Gott, dein Wort ist unsere Freude. Es leite uns und zeige uns, wie wir dir gefallen können. -
Lesung
Lukas 4,33b–35
Der Dämon begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern und sie fliehen.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Herr Jesus Christus, Sohn des himmlichen Vaters, wir rufen zu dir:
A: Herr, stehe uns bei.
– Reinige uns von allem, was uns von dir trennt.
– Berühre uns, dass wir dein Wort annehmen und lieben.
– Mach uns bereit, unser Leben vertrauensvoll in deine Hände zu legen. -
Vaterunser
Jesus predigt mit göttlicher Vollmacht. Wir dürfen seinem Wort vertrauen und beten, wie er uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. -
Ora et labora
Er stört mich. Ich kann mich wegen seines Dazwischentretens nicht verhalten, wie ich zunächst wollte … Er überlässt mich nicht meinen Neigungen und Launen. Er ringt mit mir … So gestört zu werden, ist das Heilsamste, was uns widerfahren kann.
Helmut Gollwitzer (1908–1993; evangelischer Theologe)
Segen
Gott, segne uns, wenn wir in Versuchungen stehen.
Segne uns, wenn negative Gedanken in uns aufsteigen.
Segne uns, wenn Wut und Neid uns bedrängen.
Sende uns dein Wort und heile uns. Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Gott, schenke uns deinen Geist, damit wir dein Wort verstehen und dich immer mehr erkennen.
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Lesung
1 Korinther 2,10b–16°
Schwestern und Brüder! Der Geist ergründet alles, auch die Tiefen Gottes. Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott – nur der Geist Gottes.
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist. Davon reden wir auch, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern wie der Geist sie lehrt, indem wir geistliche Dinge für geistliche Menschen deuten.
Der irdisch gesinnte Mensch aber erfasst nicht, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann. Der geisterfüllte Mensch aber urteilt über alles, ihn selbst vermag niemand zu beurteilen.
Denn wer begreift den Geist des Herrn? Wer kann ihn belehren? Wir aber haben den Geist Christi.Impuls
Ausgerechnet Karl May (1842–1912), der Schöpfer von »Winnetou und Old Shatterhand«, bringt es auf den Punkt: »Des Menschen Wille ist sein Himmelreich«. Ja, der Mensch will gestalten und sein Glück machen. Das macht ihn aus. Entscheidend ist jedoch, aus welchem »Geist« heraus er das tut. Hat er nur sich und seine Interessen im Sinn oder versteht er sich auch als ein Wesen, das Gemeinschaft braucht und sie nach Herzen fördert? Paulus hat in der Gemeinde zu Korinth genau mit diesen Fragen zu tun. Er sieht die Gefahr, dass sich die Christen dort in einzelne Gruppierungen aufspalten und sich teils feindlich teils überheblich begegnen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die »Weisheit«, also die »Geisteshaltung«, welche die Gruppen antreibt. Doch wo alle recht haben wollen, hat keiner recht, beziehungsweise nur einer und der kann nach Paulus nur »Gott« sein. Seine »Weisheit« kann von der menschlichen Weisheit nie eingesehen, geschweige denn überholt werden. »Gottes Weisheit« ist nicht irgendein »weiser Satz«, sondern einzig und allein »Jesus Christus«. Er ist Gottes offenes Geheimnis. An ihm sollen, ja müssen sich alle orientieren, wenn sie sich »Christen« nennen wollen. Das will Paulus den Fraktionen zu Korinth in ihr Stammbuch schreiben. Für die Gemeinden von heute gilt das nach wie vor.
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Evangelium
Lukas 4,31–37°
In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafárnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat.
Sie waren außer sich vor Staunen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht.
In der Synagoge war ein Mensch, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der schrie mit lauter Stimme: He, du, was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann in ihre Mitte und verließ ihn, ohne ihm zu schaden. Da waren alle erschrocken und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern und sie fliehen.
Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.Impuls
Um das Thema »Exorzismus« ist es still geworden. Hängt das damit zusammen, dass die medial vermittelte Welt von heute schon genug Schrecken bereithält? Oder kommt das »Erschreckende « aus dem Menschen selbst? Spätestens seit Sigmund Freud (1856–1939) wissen wir ja um die Abgründe der menschlichen Psyche. Wer gesunden will, der muss hier in der Seele ansetzen. Das wollte auch Jesus. Als Kind seiner Zeit und Kultur waren Dämonen eine Realität. In Gottes Namen wollte er diese versklavenden Wesenheiten nicht hinnehmen. So wandte er sich gerade den Menschen zu, die darum von den anderen schon längst abgeschrieben und aus der Gemeinschaft gestoßen worden waren. Das Ziel seines therapeutischen Ansatzes war klar: Die fremd-besetzten Menschen sollten wieder Herr im eigenen Hause sein und damit selbst-bestimmte Individuen vor Gott und in der menschlichen Gemeinschaft. Mit seinen Exorzismen zeigt Jesus, was das »Reich Gottes« ausmacht: die vollkommene Freiheit von allem, was knechtet und das Leben beeinträchtigt.
Gebet
Guter Gott, aus reiner Liebe hast du uns deinen Sohn gesandt, damit er dein Reich in Wort und Tat verkünde und uns zu deinen Kindern mache. Wir danken dir mit großer Freude jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Hinunter ist der Sonne Schein;
die finstre Nacht bricht stark herein.
Leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht;
lass uns im Finstern tappen nicht.
Dir sei Dank, dass du uns den Tag
vor Schaden, G’fahr und mancher Plag
durch deine Engel hast behüt’
aus Gnad und väterlicher Güt’.
Womit wir heut erzürnet dich,
dasselb verzeih uns gnädiglich
und rechn’ es unsrer Seel nicht zu;
lass schlafen uns mit Fried und Ruh.
Dein’ Engel uns zur Wach bestell,
dass uns der böse Feind nicht fäll.
Vor Schrecken, Angst und Feuersnot
behüte uns, o lieber Gott.
Nikolaus Herman (1560); GL (1975) 705 · EG 467 · EST 700 -
CANTICUM
Offenbarung 11,17–18; 12,10b–12a
Wir danken dir, Herr, /
Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung, *
der du bist und der du warst;
denn du hast deine große Macht in Anspruch genommen *
und die Herrschaft angetreten.
Die Völker gerieten in Zorn. *
Da kam dein Zorn und die Zeit, die Toten zu richten:
die Zeit, deine Knechte zu belohnen, *
die Propheten und die Heiligen
und alle, die deinen Namen fürchten, *
die Kleinen und die Großen,
die Zeit, alle zu verderben, *
die die Erde verderben.
Jetzt ist er da, der rettende Sieg, /
die Macht und die Herrschaft unseres Gottes *
und die Vollmacht seines Gesalbten;
denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, *
der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.
Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes *
und durch ihr Wort und Zeugnis;
sie hielten ihr Leben nicht fest, *
bis hinein in den Tod.
Darum jubelt, ihr Himmel *
und alle, die darin wohnen.
CANTICUM-GEBET: Ewiger Gott, in Jesus Christus hast du das Böse und den Tod besiegt. Gib uns Anteil an deinem Sieg in deinem Reich. -
LESUNG
1 Korinther 2,12
Wir haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Treuer Gott, in Liebe hast du uns geschaffen. Wir bitten dich:
A: Gott, höre unser Gebet.
– Für alle Christen, die uns Gottes heilende Liebe erfahrbar machen.
– Für Frieden zwischen den Bevölkerungsgruppen und Religionen in Nigeria.
– Für junge Menschen, die einen Pflegeberuf ergreifen.
– Für alle Menschen, deren Lebensqualität durch chronische Erkrankungen eingeschränkt ist.
Fügen Sie hier und bei den Fürbitten an allen weiteren Tagen Ihre ganz persönlichen Anliegen ein und nehmen Sie aktuelle Krisen mit ins Gebet. -
Vaterunser
Gott ruft uns zur Umkehr und in ihm finden wir die Kraft dazu. Wir beten, wie uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, allmächtiger Vater, segne uns.
Segne uns mit dem Licht deiner Wahrheit.
Stärke uns gegen die Angst mit neuer Hoffnung.
Segne unser Leben mit deinem Schöpfergeist. Amen.