Samstag · 17. Oktober 2026
Der Gott unseres Herrn Jesus Christus,
der Vater der Herrlichkeit,
gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung,
ihn zu erkennen.
Epheser 1,17
Ignatius von Antiochien soll als Bischof von Antiochien der »Zweite nach Petrus« gewesen und unter Kaiser Hadrian um 117 nach Rom gebracht und im Kolosseum wilden Tieren vorgeworfen worden sein. Manche Historiker nehmen ein späteres Todesdatum an, da die ihm zugeschriebenen Briefe eher spätere theologische Fragestellungen und institutionelle Gegebenheiten voraussetzen. Jedenfalls hat er als Missionar gewirkt. In seinen sieben Briefen bestärkt er Gemeinden gegen Irrlehren und ruft zum Gehorsam auf. Vor allem betont er die besondere Stellung des Bischofs, dessen Amt durch Christus selbst eingesetzt worden sei. Auch findet sich bei ihm zum ersten Mal das Wort »katholisch« im Sinn von »allumfassend«: »Wo Christus ist, dort ist die katholische Kirche.«
L: Phil 3,17 – 4,1; E: Joh 12,24–26
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
-
Hymnus
Geist, der das Leben weckt,
du bist der Schwachen Kraft,
gibst ihnen Zuversicht
mitten in Todesnot;
hell wird uns offenbar,
was uns der Glaube sagt:
Christus hat unsern Tod besiegt.
Alles verwelkt im Tod,
Staub wird des Menschen Leib.
Doch wer in Christus stirbt,
wird mit ihm auferstehn:
Wer sich zu ihm bekennt,
fürchtet die Marter nicht,
wird im Tod mit Christus eins.
Ihm, der als Weizenkorn
für uns zerrieben ward,
folgen die Jünger nach,
bringen sich dar mit ihm,
werden wie er zum Brot,
welches das Leben nährt,
Pilger stärkt auf dem Weg zu Gott.
Dich, Herr, verehren wir,
König der Märtyrer.
Dein ist die Herrlichkeit,
von der ihr Glaube zeugt.
Führ uns durch deinen Geist
heim in des Vaters Reich,
wo in Ewigkeit Friede herrscht. Amen.
Zeitgenössisch, Stundenbuch -
PSALM 71
Verse 1–7
Herr, ich suche Zuflucht bei dir. *
Lass mich doch niemals scheitern!
Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit, *
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!
Sei mir ein sicherer Hort, *
zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen; *
denn du bist mein Fels und meine Burg.
Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers, *
aus der Faust des Bedrückers und Schurken!
Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht, *
meine Hoffnung von Jugend auf.
Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich, /
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer; *
dir gilt mein Lobpreis allezeit.
Für viele bin ich wie ein Gezeichneter, *
du aber bist meine starke Zuflucht.
PSALM-GEBET: Gerechter Gott, du bist unsre Hoffnung, denn du willst jeden Menschen retten. Stärke unser Vertrauen auf dich, damit wir nicht zugrunde gehen. -
Lesung
Lukas 12,10
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Jesus sagte: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Gott, Herr des Himmels und der Erde. Voll Vertrauen bitten wir dich:
A: Sende uns deinen Geist.
– Gib uns die richtigen Worte und den Mut, dich zu bekennen.
– Stärke unsere Einheit als Christen und bewahre uns vor Missgunst und Neid.
– Erleuchte und belebe uns durch deinen Geist. -
Vaterunser
Gott ist treu. Allen, die sich zu ihm bekennen und an ihm festhalten, öffnet er sein Reich. Wir beten mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …
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Ora et labora
Was erwartest du von mir, lieber Vater? Kindeshingabe, liebevolles Eingehen auf deine Absichten, dass mein Herz den Schlag aus dem Herzen meines Vaters aufnimmt und immerzu spricht: Abba, lieber Vater. Dann kann ich ein Freudenapostel für meine Umgebung sein und ein wenig die Not des modernen gottsuchenden Menschen lindern helfen. Dann kann ich froh durch mein Sein und Leben bezeugen: Gott, du bist Vater, und väterlich ist alles, was du tust.
Maripetra Süß (Schönstätter Marienschwester)
Segen
Gott, begegne und begleite uns mit deiner Treue,
die in uns die Treue weckt und die Kraft zum Bleiben gibt.
Erfülle und erneuere uns mit deinem Geist,
der uns mit dir verbindet und unser Bekenntnis zu dir stärkt.
Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Allmächtiger Gott, dein Wort lehre uns, was du Großes an uns tust.
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Lesung
Epheser 1,15–23°
Ich höre nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
Er ließ sie wirksam werden in Christus, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über jegliche Hoheit und Gewalt, Macht und Herrschaft und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen genannt wird.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib, die Fülle dessen, der das All in allem erfüllt.Impuls
Zwei Sätze berühren und beschäftigen mich in besonderer Weise. Paulus beginnt seinen Brief mit einem Dank. Wie ein Türöffner ist diese Grundhaltung, die oftmals droht in Vergessenheit zu geraten. Danke zu sagen ist nicht mehr selbstverständlich, dabei ist es so einfach. Der alltägliche Dank an eine Verkäuferin im Supermarkt, an den Lehrer, an die Krankenschwester zaubert ein Lächeln ins Gesicht, öffnet Herzen und die Sinne. Paulus dankt den Schwestern und Brüder in Ephesus für ihren Glauben an Jesus und ihr geschwisterliches Miteinander. Und ein Zweites: Er bittet Gott um eine Sicht mit den Augen des Herzens. Mit dem Herzen lässt sich erkennen und ahnen, was dem Verstand oftmals verborgen ist. Ein zeitgenössisches Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint Exupéry drückt es so aus: »Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir Gottes Liebe, seine Kraft und Stärke sehen und spüren können. Mit den Augen des Herzens.
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Evangelium
Lukas 12,8–12°
Ich sage euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Jedem, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.
Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt! Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen müsst.Impuls
Weltweit und zunehmend sind Christen wegen ihres Glaubens verfolgt und diskriminiert. Menschen, die sich zu Christus bekennen, werden »vor die Herrscher und Machthaber geschleppt «, müssen um Freiheit und Leben bangen. Fast nüchtern beschreibt das Evangelium diese Situation und ermutigt die Gläubigen, auf Gottes Nähe und die Kraft des Heiligen Geistes zu vertrauen. Auch in unserer Erfahrungswelt braucht es oftmals Courage, vom Glauben zu sprechen und zur Kirche zu stehen. Belächelt werden, Hohn und Spott können verletzen und weh tun. Es gibt keine Pläne und Strategien, die man sich im Voraus dagegen zurecht legen kann. Nur das Vertrauen zählt: Gott ist da und nah.
Gebet
Gott, unser liebender Vater, mit dem Lied, das wir oft und gerne singen, drücken wir Dank aus für so Vieles, was uns selbstverständlich scheint. Hilf uns in der Haltung der Dankbarkeit zu sein und zu bleiben »Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden.« Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Sieh nicht an, was du selber bist
in deiner Schuld und Schwäche.
Sieh den an, der gekommen ist,
damit er für dich spreche.
Sieh an, was dir heut widerfährt,
heut, da dein Heiland eingekehrt,
dich wieder heimzubringen
auf adlerstarken Schwingen.
Glaubst du auch nicht, bleibt er doch treu,
er hält, was er verkündet.
Er wird Geschöpf und schafft dich neu,
den er im Unheil findet.
Weil er sich nicht verleugnen kann,
sieh ihn, nicht deine Schuld mehr an.
Er hat sich selbst gebunden.
Er sucht: Du wirst gefunden.
Jochen Klepper -
CANTICUM
2 Timotheus 2,11b–13
Wenn wir mit Christus gestorben sind, *
werden wir auch mit ihm leben;
wenn wir standhaft bleiben, *
werden wir auch mit ihm herrschen;
wenn wir ihn verleugnen, *
wird auch er uns verleugnen.
Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, *
denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
CANTICUM-GEBET: Treuer Gott, du hältst an uns fest und willst uns zu dir führen. Gib uns die Kraft, bei dir zu bleiben und dich zu bekennen. -
LESUNG
Epheser 1,15–16
Ich höre nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Herr,unser Gott, in dir sind wir geborgen. Dankbar rufen wir zu dir:
A: Gott, wir bitten dich.
– Um Erfolg für die ökumenischen Gespräche zwischen den Kirchen.
– Um Ausrichtung auf das Gemeinwohl für alle, die in der Gesellschaft den Ton angeben.
– Um Mut für alle in Kirche und Gesellschaft, die sich für die Rechte der Frauen einsetzen.
– Um Respekt und Hilfe für jene, deren Anliegen in der Gesellschaft nicht gehört werden. -
Vaterunser
Gott schenkt uns den Reichtum und die Herrlichkeit seines Erbes. In dieser Zuversicht beten wir voll Freude: Vater unser im Himmel …
Segen
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn,
der Vater der Herrlichkeit,
gebe uns den Geist der Weisheit und Offenbarung,
damit wir ihn erkennen.
Er erleuchte die Augen unseres Herzens, damit wir verstehen,
zu welcher Hoffnung wir durch ihn berufen sind. Amen.
Vgl. Epheser 1,17–18b