Heute in Te Deum


Donnerstag · 5. März 2026

Gesegnet ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt
und dessen Zuversicht der HERR ist.
Jeremia 17,7

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)


  • Hymnus

    Dich Gott Vater,
    ohne Ursprung und End’,

    Dich Sohn,
    der liebend den Vater erkennt,

    Dich Heiligen Geist,
    der aus beiden entbrennt,

    Dich Eine hohe Dreifaltigkeit
    preisen die Engel voll Seligkeit,
    feiert auf Erden die Christenheit
    jetzt und allezeit.
    Amen.

    Dich Gott Vater,
    allgewaltig an Macht,

    Dich Sohn,
    der ewiges Heil uns gebracht,

    Dich Heiligen Geist,
    der die Herzen entfacht,

    Dich Eine hohe Dreifaltigkeit
    preisen die Engel voll Seligkeit,
    feiert auf Erden die Christenheit
    jetzt und allezeit.
    Amen.
    Zeitgenössisch, Stundenbuch

  • PSALM 1

    Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, /
    nicht auf dem Weg der Sünder geht, *
    nicht im Kreis der Spötter sitzt,
    sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, *
    über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
    Er ist wie ein Baum, *
    der an Wasserbächen gepflanzt ist,
    der zur rechten Zeit seine Frucht bringt *
    und dessen Blätter nicht welken.
    Alles, was er tut, *
    wird ihm gut gelingen.
    Nicht so die Frevler: *
    Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
    Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen *
    noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
    Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, *
    der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, wer in dir verwurzelt ist, hat festen Halt und bringt reiche Frucht. Hilf uns, dass wir uns nie von dir lösen.

  • Lesung

    Lukas 16,31

    Abraham sagte: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören.

    Benedictus öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Herr, unser Gott, du berufst uns in dein Reich. Wir bitten dich:
    A: Gott, sei uns gnädig.
    – Hilf uns, unsere Verantwortung für den Nächsten zu erkennen.
    – Mache uns großzügig, sodass wir bereit sind zu teilen.
    – Schenke uns die Einsicht für das, was in unserem Leben Bestand hat.

  • Vaterunser

    Wir alle sind Kinder Gottes und uns allen gilt seine Verheißung. So wollen wir als Geschwister leben und gemeinsam beten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Wir sind ja schon recht widersprüchliche Wesen: Der Körper strebt zur Erde, der Geist greift zum Himmel. Diese Ambivalenz ist Teil des Menschseins und wir brauchen beides, um ganz und heil zu sein.

    Alexander Batthyány (* 1971; oesterreichischer Philosoph und Kognitionswissenschaftler)


Segen

Gott, segne uns in Leiden und Freuden,
wenn es uns schlecht geht und wenn es uns gut geht.
Hilf uns, die Leiden und Freuden des Nächsten zu verstehen.
Segne uns durch die Gemeinschaft, die uns der Glaube schenkt.
Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, lass dein Wort in unserem Leben wachsen und Frucht bringen.


  • Lesung

    Jeremia 17,5–10°

    So spricht der HERR: Verflucht der Mensch, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt und dessen Herz sich abwendet vom HERRN. Er ist wie ein Strauch in der Steppe, der nie Regen kommen sieht; er wohnt auf heißem Wüstenboden, im Salzland, das unbewohnbar ist.
    Gesegnet der Mensch, der auf den HERRN vertraut und dessen Hoffnung der HERR ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und zum Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, er hört nicht auf, Frucht zu tragen.
    Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich. Wer kann es ergründen? Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem zu geben nach seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten.

    Impuls

    Aufgabe der Propheten ist es, den Menschen an Gott zu erinnern. Und an das Vertrauen der Menschen auf ihn. Wer in Gott gegründet ist, dessen Leben trägt reiche Frucht. Der ist angeschlossen an die Quelle allen Lebens, dem Ursprung von allem, was ist. Menschen unserer Zeit vermissen nichts, wenn sie Gott nicht haben. Das Buch »Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt« geht genau diesem Phänomen nach. Es ist Aufgabe von gottgläubigen Menschen heute, Gott im Gespräch zu halten, auf ihn zu verweisen und Menschen zu verdeutlichen, was ihnen fehlt, wenn Gott fehlt. Ich bin überzeugt, dass Gott auch heute noch für das Leben von Menschen relevant ist. Er ist Sinnstifter, Hoffnungsgrund, Fels in der Brandung, Leben nach dem Tod, Stärke, bedingungslose Liebe. Ob Menschen Gott für ihr Leben annehmen, ihm eine Relevanz geben, liegt nicht in meiner Hand. Aber die Stimme, die an seine Gegenwart, ja Existenz erinnert, darf nicht verstummen.

  • Evangelium

    Lukas 16,19–31°

    In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lázarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren.
    Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und Lázarus in seinem Schoß.
    Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lázarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer.
    Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lázarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große Qual.
    Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte.
    Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen.
    Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren.
    Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

    Impuls

    Es ist eine radikale Rede Jesu, eine radikale Beispielerzählung. Zwischen dem Ort der Qual und dem Ort, an dem Abraham und Lazarus sind, ist ein unüberwindlicher Abgrund. Das scheint die Vorstellung zu untermauern, dass nach unserem Tod abgerechnet wird. Die Guten kommen an den Ort, an dem Abraham und Lazarus sind, die Schlechten in die Unterwelt. Nachträglicher Wechsel ausgeschlossen. Jesus hebt mit dieser Erzählung Mose und die Propheten hervor – er verleiht ihnen Gewicht. Sie sind die Autoritäten des israelischen Volkes, auf die zu hören ist. Wenn die Menschen auf sie nicht hören, werden sie auch anderen nicht zuhören. Selbst wenn einer zu ihnen käme, der von den Toten auferstanden ist, würden sie diesem nicht glauben. An den Propheten hängt alles und in Jesus erkennen die Menschen den, der von den Propheten als Erlöser angekündigt wurde. Er ist der Lehrer des Neuen Bundes – auf ihn sollen die Menschen hören. In ihm den Messias, den Erlöser erkennen. Wer ihn als Erlöser annimmt, wer seiner Rede folgt, der ist erlöst und braucht sich nicht vor dem Tod und der Unterwelt zu fürchten.


Gebet

Gott, du bist da. Auf dich dürfen wir vertrauen. Gib, dass wir ohne Angst vor dir leben und den Weg gehen, den deine Propheten und Jesus uns gewiesen haben. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)


  • HYMNUS

    Sieh nicht an, was du selber bist
    in deiner Schuld und Schwäche.
    Sieh den an, der gekommen ist,
    damit er für dich spreche.
    Sieh an, was dir heut widerfährt,
    heut, da dein Heiland eingekehrt,
    dich wieder heimzubringen
    auf adlerstarken Schwingen.

    Sieh nicht, wie arm du Sünder bist,
    der du dich selbst beraubest.
    Sieh auf den Helfer Jesus Christ!
    Und wenn du ihm nur glaubest,
    dass nichts als sein Erbarmen frommt
    und dass er dich zu retten kommt,
    darfst du der Schuld vergessen,
    sei sie auch unermessen.

    Glaubst du auch nicht, bleibt er doch treu.
    Er hält, was er verkündet.
    Er wird Geschöpf und schafft dich neu,
    den er im Unheil findet.
    Weil er sich nicht verleugnen kann,
    sieh ihn, nicht deine Schuld mehr an.
    Er hat sich selbst gebunden,
    er sucht: du wirst gefunden!
    Jochen Klepper (1903–1942)

  • PSALM 59

    Verse 2–5.10–11

    Entreiß mich den Feinden, mein Gott, *
    beschütze mich vor meinen Gegnern!
    Entreiß mich denen, die Unrecht tun, *
    rette mich vor den Mördern!
    Sieh her: Sie lauern mir auf, *
    Mächtige stellen mir nach.
    Ich aber habe keinen Frevel begangen und keine Sünde; *
    Herr, ich bin ohne Schuld.
    Sie stürmen vor und stellen sich auf. *
    Wach auf, komm mir entgegen, sieh her!
    Meine Stärke, an dich will ich mich halten, *
    denn du, Gott, bist meine Burg.
    Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen; *
    Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.
    PSALM-GEBET: Gerechter Gott, Unrecht und Unterdrückung können vor dir nicht bestehen. Lehre uns Erbarmen und Gerechtigkeit.

  • LESUNG

    Jeremia 17,9–10

    Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich. Wer kann es ergründen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem zu vergelten, wie es sein Verhalten verdient, entsprechend der Frucht seiner Taten.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

    Magnifikat öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, du allein bist unser Schutz und fester Halt. Wir vertrauen dir unsere Bitten an:
    A: Wir bitten dich, erhöre uns.
    – Für Christen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden, stärke sie.
    – Für Staaten, in denen die Menschenrechte nicht geachtet werden, verändere sie.
    – Für den Einsatz der Welternährungsorganisation gegen den Hunger in der Welt, unterstütze sie.
    – Für Menschen, die egoistisch über die Not und das Elend in der Welt hinwegsehen, bekehre sie.

  • Vaterunser

    Gott kennt unser Herz, er ruft uns zur Umkehr, damit wir als seine Kinder leben. Wir beten, wie uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne unsere Gedanken,
dass es Gedanken des Friedens sind.
Segne unser Herz, dass es voller Liebe ist.
Segne unser Leben, dass es auf Gott hin ausgerichtet ist.
Amen.